„Ohne uns“ – Die MundArtKünstler Bayern singen über das Kunststerben

Die Quarantänekunst hat sich stets zurückhaltend gezeigt, was Politik angeht. Doch nach dem Online-Gehen der KSK-Hilfen für Soloselbstständige konnte sie das nicht mehr. Im Speziellen Rainer Bauer und Rolf Zollner.

Die Politik hatte versprochen, dass sie die Kultur nicht im Stich lässt. Die Staatsregierung Bayern hat versprochen, zu helfen. Sie wollten das Kulturland Deutschland, den Kulturstaat Bayern erhalten.
Was ist passiert? Speziell im Süden?
Ein Soforthilfeprogramm, welches nur für Betriebsausgaben beantragt werden darf, die ein Großteil der Solokünstler gar nicht hat. Es für Lebenshaltungskosten verwenden – strafbar.
Dann ein Lichtblick: bis zu 1.000 Euro für KSK-Mitglieder, drei Monate lang für Lebenshaltungskosten, werden versprochen. Großer Jubel, Hoffnungen.
Auch die Verzögerung um einen Monat war kein größeres Problem. Und man hat das Programm sogar auf Nicht-Mitglieder, die in den Förderrichtlinien enthalten wären, ausgeweitet. Eigentlich gut!

Und wie sieht die Realität nun aus?
Nach lauter Kritik aus den Reihen der soloselbstständigen Künstler wurden viele Punkte nachgebessert. Jedoch ist das Geld ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ein Berufsverbot seit Mitte März 2020, und wenn man den Aussagen des Ministerpräsidenten glauben darf, dann bleibt es auch bis auf weiteres so. Die wirtschaftliche Not lässt sich mit den Geldern nicht lösen, dafür sind sie zu gering. Und dass es geht, sieht man an so vielen Geldern, die für die Wirtschaft und den Fußball ausgegeben werden.

Doch die Quarantänekunst besteht aus Künstlern. Und sie hören nicht auf, sondern sie kämpfen um ihre Berufe. Und genau aus diesem Grund haben sich die MundArtKünstler aus Bayern, ein Teil des Künstlerkollektivs zusammengetan und eine Hymne geschrieben und produziert: „Ohne uns“. Rainer Berauer mit seiner Urkult-Produktion hat dieses Werk mit Mit-Federführung von Rolf Zollner auf die Beine gestellt. Sie schicken es hinaus in die Welt, um allen zu zeigen: sie sind enttäuscht von den Oberen, dass sie sie einfach hängen lassen. Aber sie sind voller Hoffnung und Mut, dass die Menschen dort draußen sie nicht vergessen werden, dass die Menschen in diesem Land die Künstler unterstützen werden, wenn es der Staat nicht will.

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